Das Ende des Goldstandards des 19. Jahrhunderts

«Im Jahre 1914, zu Beginn des ersten Weltkriegs, wurde der Gold­standard innerhalb weniger Wochen über Bord geworfen. Um Kriege zu finanzieren, nahm die Welt Zuflucht zu Defizitwirtschaft und Pa­piergeld. Wäre der Goldstandard nicht aufgegeben worden, hätte der Krieg nicht länger als ein paar Monate gedauert. Statt dessen dauerte er über vier Jahre, ruinierte die meisten wichtigen Volkswirtschaften der Welt und kostete Millionen Menschen das Leben.»

Lips, Ferdinand. Die Gold-Verschwörung. Ein Blick hinter die Kulissen der Macht von einem Privatbankier aus der Schweiz. Kopp Verlag 2003 ISBN 3-930219-54-9, Original: Gold Wars. New York 2002, S. 58

«Obwohl es die feste Absicht der grösseren Nationen war, wieder zum Vorkriegs-Goldstandard zurückzukehren, entschieden sie sich zu einem gefährlichen Ersatz. Auf der Konferenz von Genua 1922 (an der die USA nicht teilnahmen) wurde der Gold-Devisen-Standard einge­führt, unter dem der US-Dollar und das britische Pfund so gut waren wie Gold und als Währungsreserve gehalten werden konnten. Leider kehrte die Welt nicht zum klassischen Goldstandard zurück. Was je­doch jedermann hätte wissen müssen, ist, dass diese Währungen an Kaufkraft verloren hatten und in Zukunft weiter verlieren würden. Deshalb konnten sie nicht so gut sein wie Gold.»

Lips, Ferdinand, S. 60

«Das neue System setzte eine gewaltige Geld- und Kreditmaschine in Bewegung und schuf die Basis für den inflationären Boom der 1920er Jahre. Am Anfang schien diese zu funktionieren, da sie mehr von Papier als von Gold abhängig war. Doch mit der Zeit stellte sich der neue Mechanismus als ein Inflationsmotor heraus, dessen Produkt, überschüssige Kaufkraft, direkt in den Immobilienmarkt und die Börse floss. Das Resultat war eine Spekulationsmanie, die 1925 zur Immobilienkrise in Florida und 1929 zum Börsenkrach an der Wall Street führte.»

Lips, Ferdinand, S. 60f.

«Franklin Delano Roosevelt [FDR] wurde im November 1932 [zum Präsidenten] gewählt, als die Weltwirtschaft am Bo­den lag. Es war klar, dass jedermann mit Mitgefühl für den kleinen Mann direkte Massnahmen einleiten musste, um zu helfen. In diesem Sinne kann man ihm keine Vorwürfe machen. Doch alle inflationären Übertreibungen, die sich aus der Finanzierung des Ersten Weltkrieges ergaben, und all die Torheiten des Federal Reserve, waren gewaltsam liquidiert worden, so dass FDR einen reinen Tisch vorfand. Hätte man zu jenem Zeitpunkt eine wirk­lich stabile Währung eingeführt, so wäre der Zweite Weltkrieg mit grosser Wahrscheinlichkeit vermieden worden, und die Wirtschafts­geschichte hätte für den Rest dieses Jahrhunderts mit Sicherheit einen anderen Weg eingeschlagen.»

Quelle: James Dines, The Invisible Crash (New York: Random House, 1977).
In: Lips, Ferdinand, S.62

«Die Ignoranz dem Golde gegenüber führte 1944 zum Bretton-Woods-System und ebenso zu seinem Untergang. Ohne die Wiederho­lung der Fehler von 1914 oder 1922 hätten wir nie eine inflationäre Krise in den 1970er Jahren erleben müssen. Die Öl-Krise der 1970er und die auf uns zukommende Öl- und Energie-Krise des 21. Jahrhunderts sind primär Finanzkrisen. Die Unterdrückung des Goldes und die unbegrenzte Expansion von Fiat-Falschgeld haben zu den monetären, wirtschaftlichen und politischen Krisen und Kriegen des 20. Jahrhunderts geführt. Das Ende von Bretton Woods gebar die anhaltende und zukünftige Derivate-Krise. Da gewisse einflussreiche Kreise Goldgeld missachteten, wurden die Krisen der Welt fälschli­cherweise, aber sehr wahrscheinlich absichtlich, dem Gold in die Schuhe geschoben. Das ist der tiefere Grund für die Gold-Verschwö­rung.
Finanzmärkte können nur unter einem Goldstandard zufrieden­stellend funktionieren. Die Geschichte hat gezeigt, dass unter dem Automatismus des klassischen Goldstandards die Währungsstabilität am höchsten war. Ungedecktes Papiergeld kann nur zu kurzlebigen Finanz- und Wirtschaftsblüten führen. Das Endresultat ist Inflation und Veruntreuung von Ersparnissen auf Kosten von Arbeitern, Rent­nern und den Armen, die sich gegen diesen arglistigen Betrug nicht wehren können, Arbeitslosigkeit und schliesslich Krieg.»

Lips, Ferdinand. Die Gold-Verschwörung. Ein Blick hinter die Kulissen der Macht von einem Privatbankier aus der Schweiz. Kopp Verlag 2003 ISBN 3-930219-54-9, Original: Gold Wars. New York 2002, S. 338

Alan Greenspan: «Das Gold
allein ist der Garant
des Eigentums»
«Gold und wirtschaftliche Freiheit sind untrennbar. Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Konfiszierung durch Inflation zu schützen. Gold steht symbolisch als Beschützer der Eigentumsrechte. Es ist gerade die Politik des Wohlfahrtsstaates, dem Eigentümer von Vermögen keine Chance zu geben, sich zu schützen. Das ist das schäbige Geheimnis, das hinter den Tiraden der Anhänger des Wohlfahrtsstaates steckt, wenn gegen Gold argumentiert wird. Die Staatsschulden sind nur ein anderes Wort für die ‹heimliche› Konfiszierung von Vermögen. Das Gold steht all dem im Wege und ist allein der Garant des Eigentums und der Eigentumsrechte.»
Quelle: Alan Greenspan, «Gold and Economic Freedom» in Capitalism: The Unknown Ideal, Ann Rand, Hrsg., New York: New American Library, 1966, S. 96, im Internet unter www.gold-eagle.com/analysis/ 0003.html. In: Lips, Ferdinand. Die Gold-Verschwörung. Ein Blick hinter die Kulissen der Macht von einem Privatbankier aus der Schweiz. Kopp Verlag 2003 ISBN 3-930219-54-9 Original: Gold Wars. New York 2002, S.29f.